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Willkommen in unserer Gemeinde!

Und Willkommen auf unserer Homepage!

Hier einige Hinweise, damit man sich besser zurechtfindet: Alle neuen Beiträge werden auf der Startseite angezeigt. Je nachdem, ob es um eine Veranstaltung, eine Aktivität oder ein Thema geht, ob es mit Vesperkirche oder unserer interkulturellen Arbeit zu tun hat werden die Beiträge außerdem unter dem jeweiligen Haupt-Menüpunkt angezeigt. Wenn sie nach bestimmten Themen oder Zielgruppen suchen, dann können Sie auch die Schlagwörter im Menü links (bzw. in der mobilen Version unten) durchforsten.

Viel Freude dabei, und vielleicht sehen wir uns ja auch im realen Leben ;-)

Stefan Nadolny

Himmelfahrt auf der Altstädter Hütte

30.5.2019: Himmelfahrt auf der Altstädter Hütte

Treffpunkt 9 Uhr Neue Brüderkirche, gemeinsame Anreise, 12 Uhr Gottesdienst an der Hütte, anschließend Essen und Freizeit

30.5.-31.5.2019: Seminar Naturwahrnehmung, Stille, Landart

Anmeldung bei Pfarrer Nadolny

Treffpunkt: 9 Uhr Neue Brüderkirche zur gemeinsamen Anreise, oder 14 Uhr direkt an der Altstädter Hütte (Lautenbachtal, Kaufunger Wald)

Übungen zu Naturwahrnehmung und Stille

Land-Art im Wald

Kochen auf dem Holzofen mit Wasser aus der Quelle. Übernachtung in der Altstädter Hütte (bitte Schlafsack mitbringen, sehr einfacher Standard)

Social Catwalk 2

Nach dem großen Erfolg des letzten Projekts wird Global Fashion fortgesetzt! Wieder geht es um Upcycling, Modemachen mit alten Sachen und eine Modenschau zum Abschluss. Studierende kooperieren mit Geflüchteten, um faire und individuelle Mode an den Start zu bringen.

Es geht thematisch um Märchen, und es gibt auch eine Videogruppe!

Termine:

Freitag, 3.5.2019, 14.45-20 Uhr
Samstag, 4.5.2019, 10-18 Uhr

weitere Termine ab 17.5.2019

mehr Info hier

Lauter schöne Veranstaltungen in der Adventszeit

Gospelkonzert: Am Samstag, den 15.12. gab es in der Neuen Brüderkirche ein sehr schönesAdventskonzert mit dem Chor Circle of Joy unter der Leitung von Heiko Stanzel. Die 8 Sängerinnen brachten den BesucherInnen in der gut gefüllten Kirche mitihren Liedern im modernen Gewand die Weihnachtsbotschaft näher. Eine schöneWeihnachtsstimmung ist entstanden, wirklich mal Besinnlichkeit in der oft etwas hektischen Adventszeit. Auf dem leuchtenden Tisch in der Kirche waren die himmlischen Heerscharen ausgebreitet worden – Engelplätzchen für alle Konzertbesucher. Auch das kam gut an.

Adventsmarkt: BeimAdventsmarkt gab es auch in diesem Jahr wieder viele Stände mit selbsthergestellten Dingen (u.a. der internationale Adventskalender des Treffpunkt international, leckeres zu Essen und Trinken und vielfältige Musik. DieStimmung auf dem Hof war mit den Feuerkörben wieder sehr schön. Nur etwas mehr Besucher hätten es sein können.

Altstädter Hütte: Am7. Dezember waren 9 Unverfrorene auf der Altstädter Hütte, um dort die Stillezu suchen. Und wir haben sie auch gefunden! Und nicht nur das, sondern auchgute Gemeinschaft, Raum für gute Gedanken, neue Entdeckungen über Maria und den Advent und während eines Nachtspaziergangs sogar ein Glühwürmchen.

Konzertgottesdienst Ich habe einen Traum: Der Gottesdienst mit unserem Chor Zwischentöne gemeinsammit den Divine Gospel Singers der DICG war gut besucht und kam gut an. Zwischenden Liedern gab es nicht nur mehr von Martin Luther King zu hören, sondern auchein kleines Spontantheater zum Montgomery Bus Strike. Das klingt nach mehr!

InterkulturelleNikolausfeier: Bei der interkulturellen Nikolausfeier waren wieder viele Kindermit ihren Eltern gekommen. Es ist schön zu sehen, dass auch in der Türkei Nikolaus gefeiert wird. Die extra eingeübte Nikolausmusik von Palaver Rhababapasste wieder gut: Jingle Bells auf arabisch klingt schon sehr interessant.

Global Fashion: DasSeminar Studierenden, Geflüchteten und mit der Moving School ist gutangelaufen. Hier ging es um eine in jeder Hinsicht etwas andere Mode: Weniger Umweltbelastung durch Upcycling, keine ausbeuterischen Arbeitsverhältnisse, individuelle Gestaltung. Die Präsentation wird am Samstag, den 12.1.stattfinden – voraussichtlich in der Neuen Denkerei in der Innenstadt.

Zum ersten Interreligiösen Gesprächsabend:
Schön war’s – und interessant. 27 Personen haben sich im Bistro um den Teppich versammlt, bunt gemischt in jeder Hinsicht, junge und ältere, Frauen und Männer, liberal und eher traditionell denkende Menschen. Wir haben uns ausgetauscht – ohne Anspruch, den oder die andere unbedingt überzeugen zu müssen. Aber verstehen wollen wir doch mehr von den anderen. Wieso ist das bei euch so?
Einige Missverständnisse konnten schon aufgeklärt werden, und viele waren mehr als einmal überrascht. – Auf jeden Fall soll es weitergehen!

Am Freitag, den 21.12. fand ein wunderbares Konzert der persischen Musikgruppe „Dilan“ zum Wintersonnwendfest „Yalda-Nacht“ statt. Neben virtuos vorgetragener Musik gab es Tanz zu sehen – eine einmalige Ergänzung. Mit ungefähr 75 Personen war die Veranstaltung auch gut besucht – keine Selbstverständlichkeit kurz vor Weihnachten.

Die Gruppe Dilan – Persische Musik in der Neuen Brüderkirche

So schön war es – herzliche Einladung zu den nächsten Veranstaltungen! 

Internationaler Adventskalender beim Adventsmarkt

Für den Adventsmarkt des Stadtteilzentrums am Donnerstag, den 29.11.2018 von 15-18 Uhr haben viele Gruppen etwas vorbereitet. Der Treffpunkt international hat internationale Adventskalender gemacht: Jeden Tag im Advent ein Säckchen aus einem anderen Land – 24 Begegnungen mit verschiedenen Ländern. Neben einem kleinen Gegenstand gibt es jeweils ein Papier mit einer Erklärung. Viele Menschen aus unterschiedlichen Ländern haben sich beteiligt und Leckereien oder Gegenstände gebracht oder Säckchen genäht oder alles gepackt. Es hat Spaß gemacht!

Herzliche Einladung zum Adventsmarkt!

Musikprogramm:
15 Uhr Weihnachtsjazz
16 Uhr Micha Margraf
16.30 Uhr Ralf Burhenne
17 Uhr Palaver Rhababa

Verabschiedung unserer Jugendarbeiterin Renate Bauer

Renate Bauer verabschiedet sich in den Ruhestand – wir danken ihr sehr für ihr langjähriges Engagement!

Liebe Kinder, liebe Jugendliche, liebe Gemeinde,

nach vielen Jahren als hauptamtliche Mitarbeiterin der Evangelischen Jugend des Stadtkirchenkreises Kassel, möchte ich mich heute von Euch/Ihnen verabschieden. Im Februar 2019 werde ich in den Ruhestand gehen.

Sehr gerne habe ich über viele Jahre die Kinder- und Jugendarbeit in verschiedenen Gemeinden der Evangelischen Kirche in Kassel begleitet. Ich begann zunächst in der Neuen Brüderkirche. Durch Verringerung der Stellen und dadurch bedingte Umstrukturierungen erweiterte sich mein Aufgabenbereich immer in Zusammenarbeit mit Kolleg*innen auf benachbarte Gemeinden in den Kooperationsräumen Nordost und Mitte, wobei mein Schwerpunkt die Angebote der Hoffnungskirchengemeinde im Stadtteilzentrum Wesertor sind. Auch die Lebenswelten und die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen verändern sich im Wandel der Zeit immer wieder, und wir versuchen immer wieder neu Kinder und Jugendliche mit unseren Angebote anzusprechen.

Ich denke gern zurück an die vielen verschiedenen Kindergruppen, die Kinderkirche, die Mädchen- und Teenie-Arbeit, den Offenen Jugendtreff, die Mitarbeitertreffen mit den Ehrenamtlichen, die Kinder- und Jugendfreizeiten, die Wochenenden auf der Altstädter Hütte, die Konfirmandenfreizeiten und Konfi-Camps, die Weihnachtswerkstätten und die Lern- und Hausaufgabenhilfe und die vielen Projekte, die stattgefunden haben.

Viele Kinder und Jugendliche sind in dieser Zeit herangewachsen, und erwachsen geworden. Ich bin dankbar für die vielen Begegnungen und wünsche Euch für Euren weiteren Lebensweg alles Gute und Gottes Segen.

Danken möchte ich an dieser Stelle auch allen ehrenamtlich mitarbeitenden Jugendlichen und Erwachsenen in all den Jahren, ohne Euer Engagement wäre die Arbeit nicht möglich gewesen.

Auch nach meinem Weggang wird es weitergehen! Da meine Stelle nicht wiederbesetzt wird, können leider nicht alle Angebote weitergeführt werden.

Meine Kollegin Jasmin Landskron wird ab Februar 2019 verschiedene Projekte für die Hoffnungskirchengemeinde im Stadtteilzentrum anbiete. Die Kinderkirche in der Versöhnungskirche wird meine Kollegin Dorothea Baunacke weiter begleiten. Beide werden Euch zu weiteren Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche einladen. Auch die Hausaufgabenhilfe wird einmal wöchentlich im Stadtteilzentrum stattfinden.

Ich freue mich auf meinen Ruhestand, bin aber auch ein wenig traurig mich von Euch/Ihnen verabschieden zu müssen.

Liebe Grüße, Eure/Ihre Renate Bauer

Wir danken Renate sehr für ihr langjähriges Engagement! Die offizielle Verabschiedung findet in der Cross Jugendkulturkirche statt, und zwar am 9. Februar 2018 um 17 Uhr. Herzliche Einladung!

Pressemitteilung Frametalks

P R E S S E M I T T E I L U N G
FRAMETALKS – Making Social Honey!
Eine Soziale Plastik der südafrikanisch-britischen Künstlerin Shelley Sacks, in Zusammenarbeit mit dem UOT
Microlab Kassel, Wolfgang Zumdick und der Neuen Brüderkirche Kassel
27.08. – 02.09.2018 Neue Brüderkirche und auf den Straßen Kassels
„NATUR – MENSCH – LIEBE – FREIHEIT – ZUKUNFT: Mach mit und erforsche die 5 Wirklichkeiten!“
Unter diesem Motto werden 7 Tage lang alle interessierten Bürger*innen Kassels aufgefordert, über die 5
„Wirklichkeiten“ Natur, Mensch, Liebe, Freiheit und Zukunft einzeln und gemeinsam zu reflektieren.
Ein Schlüsselelement in dieser partizipatorischen Aktion ist ein mit Hirschhaut bespannter, fahrbarer Rahmen,
der in verschiedenen Kontexten eingesetzt wird. Die Teilnehmer*innen des Frametalks-Prozesses schauen
dabei auf die Welt, um aus der Perspektive jeweils einer der oben genannten Wirklichkeiten zu sehen, was sie
sehen und zu sehen, was sie denken und das heißt auch, um ihre eigenen Perspektiven und Haltungen zu
betrachten. Durch diesen Prozess, der auch bildhaftes Denken betont, kann erfahren werden, dass wir mit
unseren Konzepten, Annahmen und Sichtweisen als Rahmen auch auf die Welt blicken und sie
dementsprechend gestalten. Shelley Sacks erklärt: „FRAMETALKS ist ein bisschen wie eine „Pilgerreise“, die
sich sowohl nach innen, als auch nach außen richtet: nach innen, um zu schauen, wie wir über diese
Wirklichkeiten denken, und nach außen auf die Welt: um zu erfahren, wie sich unser Denken ändern muss,
um es uns zu ermöglichen, eine ökologisch-soziale Zukunft zu gestalten!“
Was, Wo, Wann?
Die täglichen Prozesse beginnen jeweils von Montag, den 27.08. bis Freitag, den 31.08. zwischen 10.00 und
12.00 Uhr in der Brüderkirche, Weserstraße 26, Kassel. Frametalks erscheint dann zwischen 12.30 und 17.30
Uhr auf den Straßen Kassels um ab 18.00 bis 21.00 Uhr noch einmal in die Neue Brüderkirche zurückzukehren.
Details der Stationen für jeden Tag werden jeden Morgen auf einer Tafel an der Neuen Brüderkirche
veröffentlicht sowie online auf dem FRAMETALKS Blog [www.universityofthetrees.org] und auf der Webseite
der Neuen Brüderkirche [http://hoffnungskirchengemeinde.de/frametalks] zur Verfügung stehen. Am Samstag
Abend findet FRAMETALKS außerdem als Teil der Museumsnacht in der Brüderkirche statt.
[https://www.museumsnacht.de/de/standorte/frametalks-250].
Teilnahme in 4 verschiedenen Sprachen Ein kleines Aktions-Büchlein für Teilnehmer*innen, das dazu dient,
die eigenen Reflexionen über die 5 Wirklichkeiten zu sammeln, und das über den FRAMETALKS Prozess
informiert, steht in 4 Sprachen – Deutsch, Englisch, Arabisch und Türkisch – zur Verfügung.
Kassel als Labor für Soziale Skulptur Für Joseph Beuys war Kassel eine Art Labor für Soziale Plastik. Die
Arbeit von Shelley Sacks, einer Schülerin und Mitarbeiterin von Joseph Beuys an der Free International
University [FIU], steht in dieser Tradition und hat seitdem die Impulse von Beuys international in
unterschiedlichen Bereichen fortgeführt und weiterentwickelt.
Seit 2012 wurde Shelley Sacks immer wieder von Individuen und Organisationen in Kassel eingeladen, um ihre
Methoden und Strategien wie Erdforum, sowie die Universität der Bäume, eine Evolution der FIU, nach Kassel
zu bringen. FRAMETALKS, das bereits 2011 in Bern und 2013 in Berlin jeweils zusammen mit Wolfgang
Zumdick durchgeführt wurde, ist ein Teil dieses fortdauernden und sich entwickelnden Austausches mit vielen
sozial engagierten Individuen und ökologisch-sozialen Organisationen in Kassel.
FRAMETALKS ist nicht nur „sozial engagierte Kunst“, noch ist es einfach ein Forum für soziopolitischen Dialog.
Es ist vielmehr ein Beispiel des „Erweiterten Kunstbegriffs“ indem es den Bürger*innen Kassels ermöglicht,
Künstler*innen einer zukunftsfähigen Gesellschaft zu werden.
Für nähere Informationen steht Ihnen das FRAMETALKS -Team jederzeit zur Verfügung:

Karsten Winnemuth/Universität der Bäume
Microlab-Kassel [+49 01573-9197490]; Stefan Nadolny/Neue Brüderkirche [stefan.nadolny@ekkw.de; +49 561 1874542; +49 157
38704495]; Shelley Sacks –Künstlerin [+44 7812072327].
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Frametalks Update – Vespergottesdienst mit Hartmut Hübner und Artikel in Zeitschrift

Herzliche Einladung zu einem Vespergottesdienst in Vorbereitung zum Frametalks-Projekt!

Hier die Pressemitteilung:

„Soziale Plastik erleben

Josef Beuys ist in Kassel immer noch sehr präsent, u.a. durch seine Arbeit „7000 Eichen“. In einem Gottesdienst am Sonntag, den 5.8.2018 um 18 Uhr in der Neuen Brüderkirche (Weserstraße 26) mit Hartmut Hübner als Gast gibt es Gelegenheit, den Hintergründen seines Konzeptes von Sozialer Plastik nachzuspüren. Vom 27. August bis zum 2. September wird dann die Künstlerin Shelley Sacks (Südafrika/ Oxford) mit dem Soziale-Plastik-Projekt „Frametalks“ in der Kirche zu Gast sein.“

S. auch die Seite zu Frametalks.

Und dazu ein Artikel aus der Zeitschrift „evolve“: https://www.evolve-magazin.de

„Sozialer Honig – Die Aktion »Frametalks« in Kassel mit Shelley Sacks

Unsere Denkrahmen bestimmen, was wir in der Welt sehen, was wir meinen und was wir entscheiden. Um diesen Zusammenhang zu erforschen und zu durchschauen und auch einen Prozess des Umdenkens zu ermöglichen, werde ich zusammen mit Wolfgang Zumdick vom 27. August bis 2. September und in Kooperation mit der University of the Trees Kassel, dem Microlab for Social Sculpture und der Gemeinde der Neuen Bruderkirche ein Labor für soziale Plastik entwickeln.

Die Stadt Kassel war für Joseph Beuys, der die Idee der sozialen Plastik begründete, ein Labor für die Verwirklichung seiner Impulse. Die »Frametalks« setzen diese Tradition fort, als eine verbindende Praxis der sozialen Plastik, die entwickelt wurde, um zu erkennen, wie wir »sehen und denken«, und um »sozialen Honig« zu gewinnen.

Ein Schlüsselelement in dieser partizipatorischen Aktion ist ein mit Hirschhaut bespannter fahrbarer Rahmen, der in verschiedenen Kontexten zur Anwendung kommen kann. Der Hirschhautrahmen hat eine lange Geschichte. Er stammt aus fünf Träumen, in denen mir Joseph Beuys erschien und mich bat, einen Landestreifen für Seelen zu bauen. Obwohl ich Vegetarierin bin, sagte er, dass der Landestreifen aus Hirschhaut sein müsse. Schließlich benutzte ich die Häute von fünf Hirsche, die getötet worden waren, um Schuhe und Handtaschen herzustellen. Nachdem ich die Hirschhäute auf Rahmen gespannt hatte, und nach Monaten des Ölens – was auch eine sakramentale Kommunikation mit diesen Wesen bedeutete – wurde ein Quadrat aus der Mitte jeder Haut geschnitten. Die übrig gebliebenen Häute mit den ausgeschnittenen Quadraten waren ein kraftvolles Bild für die Art, wie wir die Welt für unsere Bedürfnisse kreuzigen. Dieses Bild korrespondierte mit einer Schlüsselfrage meiner Arbeit damals wie heute: Wie gestalten wir unsere Beziehung mit der Welt neu und leben in ihr, ohne unnützes Leiden und Ausbeutung zu verursachen?

Durch den Hirschhautrahmen im Herzen unseres Frametalk-Prozesses schauen wir auf die Welt, »um zu sehen, was wir sehen« und „zu sehen, was wir denken“.  Aber in den Frametalks benutzen wir nicht nur diesen »Rahmen«. Wir benutzen auch fünf Wirklichkeiten als Rahmen – Natur, Mensch, Liebe, Freiheit und Zukunft –, um in unserem inneren Imaginationsraum unsere Perspektiven und Haltungen zu sehen und um zu erkunden, wie diese Wirklichkeiten in der Welt erfahren werden können. Durch diesen Prozess können wir erfahren, dass Konzepte, Annahmen und Sichtweisen auch Rahmen sind, mit denen wir die fünf Wirklichkeiten sehen und gestalten, die in den Frametalks erforscht werden.

Während der Aktion können die Menschen ihre individuellen und kollektiven Wahrnehmungen und Denkformen der fünf Wirklichkeiten erkunden – drinnen mittels des Hirschhautrahmens in der Neuen Bruderkirche oder draußen, wenn wir den Rahmen in der Stadt aufstellen. Die Teilnahme an dem täglichen 12-Stunden-Prozess – drei Stunden drinnen, sechs draußen in der Stadt und dann noch einmal drei drinnen – ermöglicht eine individuelle und gemeinsame Erkundung einer der fünf Wirklichkeiten. Die Leute können wählen, längere oder kürzere Perioden an einem oder an mehreren Tagen teilzunehmen. Der Prozess oszilliert zwischen einer Innenschau der eigenen Konzepte, Gedanken und Bilder und einem Blick nach außen auf die Welt. Zweihundert kleine Tafeln sind drinnen und draußen verfügbar, um Einsichten, Fragen oder Gedanken, die man teilen möchte, aufzuschreiben.

Dieses Sammeln und Teilen individueller Substanz ist unabdingbar für den gemeinsamen Denkprozess, der in den letzten drei Stunden jedes Tages und an den letzten beiden Tagen der Schlussreflexion stattfindet. Der Reflexionsprozess des Zusammenbringens individueller Substanz in den Frametalks gleicht einzelnen Bienen, die ihren Nektar zusammenbringen. Durch Formen des bildhaften Denkens in den Frametalks erforschen wir, was neu entstehen kann, und gewinnen nährenden sozialen Honig, um gemeinsam die Gestaltung einer ökologisch und sozial nachhaltigen Zukunft zu unterstützen.

 

Shelley Sacks, die Initiatorin der »Frametalks«, arbeitete viele Jahre lang als Studentin und Mitarbeiterin in der Free International University mit  Joseph Beuys zusammen. Ihre Arbeit der Sozialen Plastik vermittelt sie über die von ihr gegründete University of the Trees: Labor für Neues Wissen und ein Öko-Soziale Zukunft.

www.universityofthetrees.org

www.hoffnungskirchengemeinde.de/frametalks“