Soundwave Summer Camp

Neuer Gemeindebrief „Hoffnungszeichen“ zum Thema Demokratie

Den neuen Gemeindebrief finden Sie hier. Da gibt es neben vielen Termin auch einige verlinkte Artikel zum Thema Demokratie – nächste Woche ist Europawahl, und da steht einiges auf dem Spiel. Also, gehen Sie zur Wahl!

Zwei blaue Stühle stehen auf dem Hof von Neuer Brüderkirche und Stadtteilzentrum Wesertor, und laden im Rahmen des Projektes „Platz nehmen für Demokratie“ ein, Platz zu nehmen und über Demokratie ins Gespräch zu kommen. Klar, Demokratie ist in Gefahr, hier bei uns und weltweit. Wie können wir sie stärken?

Demokratie hat viele Aspekte. Wir arbeiten dran. Wenn wir Gottesdienste kommunikativ gestalten ist das auch ein Beitrag. Ebenso wie die Arbeit im Kirchenvorstand, die Kooperation mit vielen anderen Organisationen und Öffnung für Vielfalt.

Demokratie heißt Verständigung! Gerade auch zwischen denen, die nicht immer einer Meinung sind. Lassen Sie uns ins Gespräch kommen!

Und: Demokratie braucht Initiative! Dafür gibt es viele Möglichkeiten—auch hier!                                  Ihr Pfarrer Stefan Nadolny

Praise Night

Gott loben mit Musik – intensiv singen – gemeinsam – interkulturell

Das ist kein Konzert, auch kein normaler Gottesdienst. Wir stehen im Kreis, auch die Band ist Teil des Kreises. Die Band spielt nichts vor, wir singen gemeinsam, die Band begleitet. Wir singen einfache Lieder mit viel Wiederholung. In dieser Zeit loben wir Gott für all die Wunder. Gott, der die Liebe ist.

Es spielt die Band Sounds of Cooperation – d.h. die Divine Impact Singers der DICG gemeinsam mit Kassel Hope – und evtl. weiteren Musikern von teilnehmenden Gemeinden oder einzelne Interessierte.

Abschied von Pfarrer (!) Timo Janssen

Gut eineinhalb Jahre war Timo Janssen Vikar unserer Gemeinde – nun ist er an Pfingsten 2024 in der Martinskirche ordiniert worden. Jetzt ist er Pfarrer, und wird nach einigen Monaten Elternzeit nach Marburg gehen.

Wir gratulieren sehr herzlich und wünschen ihm und seiner Familie alles Gute und Gottes Segen für alles, was kommt!

Zunächst wird er noch das Interkulturelle Bibellesen weitermachen – herzliche Einladung dazu!

Catherine – ein Theaterprojekt zur Bartholomäusnacht

Es ist eine Geschichte, die alles hat, was eine packende Geschichte braucht – und es geht um das was uns auch heute beschäftigt. Es geht um Toleranz, Strategie, Eifersucht, Macht, Stolz, Angst, Minderheiten, Religion und Standesdünkel.

Wie konnte es zur Bartholomäusnacht kommen, in der in Frankreich so viele Menschen ums Leben kamen?

Irina Seller und Karina Bourenina haben diese Geschichte in eine Theaterfassung gebracht. Sie proben bereits mit einigen Interessierten. Weitere Schauspielbegeisterte sind gerne willkommen!

Termine nach Absprache – bitte wendet euch zunächst an Stefan Nadolny, der dann den Kontakt herstellt. Die Aufführung ist für 2024 angedacht.

Demokratie – ein Interview mit Zemenu Tenagne Zeleke

Interview mit Zemenu Tenagne, der bei uns Bundesfreiwilliger war. Er hat in Äthiopien als Journalist gearbeitet und wurde deshalb verfolgt. Das Interview führte Pfarrerin Cl. Barth

Zemenu, du lebst nach deiner Flucht aus Äthiopien jetzt schon einige Jahre in Europa, in Polen und hier in Deutschland. In Äthiopien spielt Religion im Alltag eine große Rolle. Siehst du hier im demokratischen System Deutschlands Vorteile für das Zusammenleben der Menschen?

Für mich ist Demokratie friedliches Zusammenleben. Ich würde sogar sagen, dass ein demokratisches Gemeinwesen friedliches Zusammenleben, so wie wir Christen es im Himmelreich erwarten, ermöglicht. Ich verbinde mit Demokratie die Anerkennung natürlicher und sozialer Rechte: jede/r ist so, wie er/sie geschaffen wurde. Wir sind unterschiedlich begabt, aber gleich an Würde. Und wir leben in sozialen Zusammenhängen, die wir frei wählen und ausleben können. Das finde ich sind sehr wichtige Rechte. Diese Rechte sind geprägt durch die christliche Religion.

Für dich hängen Christentum und demokratische Formen des Zusammenlebens also eng zusammen.

Ja, Werte und Gebote des Zusammenlebens sind in den europäischen Demokratien Gesetze geworden, die für alle bindend sind, unabhängig davon, ob jemand gläubig ist oder nicht. In Äthiopien z.B. ist das anders: Die Regeln des orthodoxen Christentums sind dort stark, auch die sozialen Regeln im Alltag, aber das Rechtssystem ist schwach, obwohl es verbriefte Rechte in der Verfassung gibt. Die Regierung setzt sie nicht zum Wohl der Menschen um, sie verfolgt ihre eigenen Ziele. Das führt zu Unruhe und Krieg, obwohl das Zusammenleben in den religiös geprägten Gemeinschaften gut klappt. Aber die jungen Leute, die Amhara-Fano, kämpfen jetzt gemeinsam gegen die autoritäre Regierung, unter der alle leiden.

Europa konnte sich Frieden bewahren nach meinem Eindruck, weil das Rechtssystem hier  aus christlichen Werten entstanden ist und auch umgesetzt wird; wenn man sich entsprechend der Grundwerte verhält, ist ein humanitäres Zusammenleben in Frieden nicht schwierig. Christentum und Demokratie sind meiner Meinung nach eng miteinander verwoben.

Wie erlebst du das hier in Deutschland: werden die Vorzüge der Demokratie deinem Eindruck nach von den Menschen hier auch genutzt? Nutzen wir die Freiheit, die wir haben?

Ich sehe, dass die Demokratie hier gut funktioniert! Ich sehe eine große Verbundenheit zwischen den Werten des Christentums und den gesetzlichen Grundlagen hier – allein deshalb funktioniert es für Christen schon gut, denke ich. Und ich glaube, dass auch die Erfahrung von Sicherheit wichtig ist: das Gesetz wird durchgesetzt, notfalls mit Strafe, darauf verlassen sich die Menschen. Sie respektieren das Rechtssystem, wenn sie z.B. nicht über die rote Ampel fahren, weil sie wissen, dass sie dann bestraft werden – so hat es mir gerade ein Taxifahrer erzählt. In Äthiopien ist das eher ein rechtsfreier Raum geworden.

Ich würde sagen, dass sich da gerade doch einiges verschiebt oder schwieriger wird in der deutschen Gesellschaft. Wir erleben es gerade auch bei einer christlich geprägten Partei, dass es bezüglich Migration und Flüchtlinge christliche Werte durchaus schwerer haben, eben nicht mehr Konsens sind.

Ich nehme das nicht so krass wahr; mein Eindruck, dass es funktioniert, ist viel stärker. Die Demokratie funktioniert ja trotzdem. Es ist mühsam, weil es auch selber aktiv werden bedeutet. Das ist nicht so leicht. Demokratie ist für mich immer noch die beste Antwort auf die Frage nach einem friedlichen Zusammenleben. Ich habe hier keine Angst vor körperlicher Gewalt, obwohl es immer wieder ein Thema ist. Ich hatte das Glück, in den letzten fünf Monaten in Warburg eine Ausbildung zum Thema „Gewaltfrei Handeln“ machen zu können. Als Journalist war es für mich besonders wichtig, diesen Kurs zu belegen, insbesondere weil ich aus einem Land komme, das mit einer erheblichen Menge an Gewalt konfrontiert ist. Wir alle streben danach, eine Welt ohne Gewalt zu sehen. Leider funktioniert das immer noch nicht gut, insbesondere in Ländern wie Äthiopien.

Die Demokratie ist hilfreich, aber nicht das perfekte System. Der Umgang mit Minderheiten im demokratischen System wird oft problematisiert. Wie erlebst du es, hier als Teil einer schwarzen Bevölkerungsminderheit zu leben?

Das ist eine schwierige und interessante Frage. Tatsächlich sind Hautfarbe, Nationalbewusstsein und Religion überall für Minderheiten ein Problem. Meine Erfahrung hier ist durchaus, dass ich wegen meiner Hautfarbe grundsätzlich nicht viele Probleme hatte oder habe. Aber es gibt eine Haltung hier, die geflüchteten Menschen mehr oder weniger vorwirft, nur aus ökonomischen Gründen hier zu sein. Menschen, die das so formulieren, interessiert nicht, dass ich wegen meinem Beruf, wegen Verfolgung aus politischen Gründen meine Heimat verlassen musste. Und dass ich mich hier mit ehrenamtlicher Arbeit, mit dem Bundesfreiwilligendienst und jetzt mit einer weiteren Ausbildung in die Gesellschaft einbringe und integrieren möchte. Meine eigene Geschichte zählt nicht oder wird nicht angehört. Ich bin aber froh und sehr dankbar, in einem mehrheitlich christlichen Land zu leben, in dem ich meine Religion ausüben kann und alleine deshalb schon dazu gehöre.

Du hast Asyl in Deutschland beantragt, weil du durch deinen Beruf als Journalist in Äthiopien gefährdet warst und mit Verfolgung rechnen musst. Die Situation hat sich für Journalisten insgesamt verändert. Wie fühlt es sich für dich an, wenn du hier journalistisch tätig bist?   

Gerade jetzt Anfang Mai ist der Internationale Tag der Pressefreiheit. Kanzler Scholz hat bei X darauf hingewiesen, dass die Situation für Journalisten auf der ganzen Welt gefährlicher geworden ist („Ohne Pressefreiheit gibt es keine Demokratie. Zu oft werden Journalistinnen und Journalisten von den Feinden von Freiheit und Demokratie bedroht, auch bei uns. Das ist nicht akzeptabel. Deshalb müssen wir uns für die Pressefreiheit einsetzen – überall.“ Das habe ich schon vor Jahren in Äthiopien mit meinen Kolleg:innen erlebt: wir konnten uns nicht auf Sicherheit und Freiheit verlassen. Viele meiner Freunde sind im Gefängnis gelandet und haben wegen ihres Berufes Verfolgung erlebt. Es ist in vielen Ländern gefährlich, wenn man nicht die Meinung der Regierung vertritt. Gewalt ist an der Tagesordnung, in Äthiopien gibt es jeden Tag Tote – und auch hier ist es schwer, das wahrzunehmen. Ich beobachte, dass Medien in ganz Europa dem Konflikt in Israel- Palästina seit Oktober 2023 viel Aufmerksamkeit schenken und andere Konflikte und Bedrohungen fast ganz aus dem Blick geraten. Dem versuche ich mit meiner Arbeit in den Sozialen Medien etwas entgegenzusetzen und zu erinnern, dass der Krieg in Äthiopien zwischen Regierung und Volk viele Tote fordert. Das ist schwieriger geworden – auch weil ich bisher keine Unterstützung meiner journalistischen Arbeit in Deutschland habe und das nur in meiner Freizeit machen kann, aber auch, weil die Narrative des Konfliktes so unterschiedlich sind. Das ist ja auch in der Ukraine und im Nahen Osten ein großes Problem.

Und das ist ja durchaus auch eine Herausforderung für die demokratischen Strukturen. Insofern ist die Demokratie gerade schon in einer besonderen Situation und angewiesen auf Demokrat:innen, die sich aktiv für ein friedliches Miteinander auch hier einsetzen. Ich danke dir für diesen Austausch, Zemenu!

Gottesdienste in der Neuen Brüderkirche

Unsere Gottesdienste sind meistens popmusikalisch – kommunikativ – kreativ – meditativ

Popmusikalisch

Meistens spielt im Gottesdienst die Kirchenband Kassel Hope. Wer gerne Musik macht kann gerne mitmachen! Wir proben in der Regel eine gute Stunde vor dem Gottesdienst.

Kommunikativ

Oft kommen wir miteinander ins Gespräch, auf unterschiedliche Weise.

Bibliolog

Kleingruppen- und Plenumsgespräche

Kreativ

Natürlich singen wir immer zusammen – manchmal gibt es aber auch weitere Möglichkeiten, kreativ zu werden Manchmal zeichnen wir kollektiv oder spielen Theater.

Meditativ

Oft (nicht immer) gibt es im Gottesdienst Zeit für Meditation. Immer laden wir Gottes Geist zu uns ein – in unsere Herzen und in unsere Gemeinschaft.

Wenn Ihr Ideen habt, sprecht uns gerne darauf an!

Die Gottesdienste sind so unterschiedlich wie diejenigen, die sie halten. Lasst euch immer wieder gerne überraschen!

Gottesdienste in der Erlöserkirche

In der Erlöserkirche finden die Gottesdienste in der Regel um 9.45 Uhr statt.

Ausnahmen bestätigen die Regel: Jeweils am 3. Sonntag des Monats gibt es in der Regel einen meditativen Abendgottesdienst um 18 Uhr.

Gottesdienste mit besonderen Aktionen: jeweils am 1. Sonntag im Monat in der Erlöserkirche Fasanenhof – wir erleben bei Brot und Traubensaft Gemeinschaft mit Gott und Menschen und lassen uns den Segen Gottes zusprechen

Einmal im Monat Gott nahe kommen, Gemeinschaft hautnah erleben, Segen erfahren – kommen Sie in die Erlöserkirche Fasanenhof, wenn Sie für eine besondere Lebenssituation ein  Segenswort von Gott brauchen oder persönlich gesegnet werden wollen: am 07. Juli und am 08. September 2024 und auch wenn Sie einfach die Gemeinschaft unseres Glaubens sinnlich erfahren wollen: am 09. Juni und 04. August 2024 – jeweils um 09.45 Uhr.

Konfirmationsjubiläum

Alle Jubilarinnen und Jubilare sind am 27. Oktober 24 in die Neue Brüderkirche eingeladen – Bitte melden Sie sich bei uns für die Einladung!

Am Sonntag, 27. Oktober ab 10 Uhr sind Sie als Jubilar/in mit Ihrer Begleitung herzlich zu einem Kaffee oder Tee in die Neue Brüderkirche eingeladen und können mit Ihren Mitkonfirmandinnen und ins Gespräch kommen.

Um 11.15 Uhr beginnt der Gottesdienst, in dem wir Sie auch segnen wollen – 50, 60, 65 und 70 Jahre nach Ihrer Konfirmation. Für die persönliche Einladung brauchen wir die aktuellen Adressen – bitte melden Sie sich bei Claudia Barth 878089, claudia.barth@ekkw.de oder im Gemeindebüro 8705379, wenn Sie mit dabei sein wollen.

Sie können sich auch anmelden, wenn Sie nicht in der Neuen Brüderkirche oder der Erlöserkirche konfirmiert wurden! Wir freuen uns auf einen schönen Festgottesdienst mit Ihnen!

Kirche Kunterbunt

Alle paar Wochen wird es sehr bunt am Fasanenhof: in der „Kirche Kunterbunt“ für alle Kinder zwischen 5-12 Jahren und Ihre Begleitung!

Im Mai sind wir gut gestartet, am Freitag, 28. Juni 24 geht es in der Kita Fasanenhof um 15.30 Uhr mit Aktivzeit – Feierzeit – Essenszeit weiter. Kinder zwischen 5 und 12 Jahren mit ihren Eltern, Paten, Omis, Tanten, … erwarten Spiele, Basteln, Entdecken, außerdem Lieder und eine biblische Geschichte und hinterher was Leckeres zur Stärkung. Unsere Spielkirche ist viermal im Jahr, nach den Sommerferien wieder am Freitag, 27. September um 15.30 Uhr. Spiel und feier mit!

Herzlich Willkommen in der Erlöserkirche Fasanenhof und in der Neuen Brüderkirche!