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Herzlich willkommen auf den Seiten der Ev. Hoffnungskirchengemeinde!

Re-formation ist unser Quartalsthema – Re-formation ist das große Thema in diesem Jubiläumsjahr.

Die Erinnerung an die Reformation Martin Luthers, für den seine Neuentdeckung der Bibel eine Befreiung war (weshalb er sich auch von Luder in Luther umbenannte—von eleutherius, der Befreite) – und die kritische Reflexion darüber.

Die Re-formation und Neugestaltung der Kirche: Wie wollen wir Gottesdienste feiern? Was sind unsere Aufgaben?

Und die Wahrnehmung der Veränderungen in der Welt und in der Gesellschaft, die sich ständig re-formiert, umformt. Was geht uns das an? Was sagen wir dazu? Wohin wollen wir?

Herzlich laden wir sie dazu ein, mit uns darüber nachzudenken, in unseren Gottesdiensten und Veranstaltungen, und vielleicht auch selbst mit zu re-formieren, indem wir gemeinsam gestalten.

Ihr Pfarrer Nadolny

 

Liebe Leserinnen und Leser,

die Freiheit war Luthers großes Thema. Sie ist es auch heute für viele Menschen auf der Welt, nicht nur für Christen. Freiheit: das Einzige, was zählt, sang Marius Müller-Westernhagen.

Freiheit: die tiefste Sehnsucht aller Menschen, die in Zwängen eingesperrt leben. In Diktaturen beispielsweise, unter Hitler, unter Stalin. Wenn wir uns in unserer Welt heute umschauen, gibt es immer noch viel zu viele Staaten, in denen Unfreiheit herrscht.

Als Christen und Christinnen sind wir aber immer Verbündete der Freiheit. Auch der politischen Freiheit. Warum? Weil der Heilige Geist, weil also Gott selbst, ein Geist der Freiheit ist.

Denn wo der Heilige Geist ist, da ist Freiheit. So sagt es der Apostel Paulus in seinem 2. Korintherbrief. Daher passen Paulus und Luther sehr gut zusammen. Die Liebe zur Freiheitverbindet sie. Dabei ging es ihnen zu ihrer Zeit zwar auch, aber nicht in erster Linie um die politische Freiheit. Es ging ihnen vielmehr um religiöse Freiheit, also um die Freiheit der Religion und um Freiheit von den Werken des Gesetzes. Was heißt das? Zum Beispiel: Niemand darf zu einem bestimmten Glauben gezwungen werden. Andersgläubige darf man nicht mit Gewalt missionieren wollen, sondern man muss ihnen das Evangelium verkünden und ihnen dann die Freiheit lassen, sich für oder gegen Christus zu entscheiden. Kein Zwang im Glauben!

Zweitens, und das ist nicht weniger wichtig: Kein religiöser Leistungsdruck! Es kommt nicht auf die Anzahl deiner guten Werke an, du musst kein religiöser Musterschüler sein. Menschen dürfen auch einmal Fehler machen und schuldig werden.

Sei einfach ein Mensch, der anderen Menschen mitmenschlich begegnet, dann ist alles gut. Kein Leistungsdruck in der Religion!

Ihr Harald Precht

 

Herzliche Grüße, Ihr Pfarrer Stefan Nadolny