Sprachkurse

Wir bieten weiterhin Sprachkurse an. Wir freuen uns, dass seit letzter Woche ein weiterer Kurs jeden Freitag dazugekommen ist.

Der Bedarf an Sprachkursen ist stark gestiegen. Deshalb freuen wir uns sehr, wenn sich weitere Ehrenamtliche finden, die Sprachkurse anbieten möchten.

Everyone is racist!?

Eine Veranstaltung im Rahmen der internationalen Woche gegen Rassismus

18.3.2022, 19 Uhr im Saal Stadtteilzentrum Wesertor, Weserstraße 26

„Jeder Mensch ist ein Rassist!? – Everyone is racist!?!

Ausgehend vom provozierenden Satz des Titels wollen wir uns in verschiedenen Formaten über Alltagsrassismen austauschen. Schließlich wenden wir uns der Frage zu, was ein sinnvoller Ausweg, eine Lösung und Zielsetzung sein kann.

Mit Steve Ogedegbe (Divine Impact Church of God) und Stefan Nadolny (Ev. Hoffnungskirchengemeinde)

Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch statt.

Es gilt 3G!

Redebeitrag 12.3.2022 Kundgebung Kasseler Friedensbündnis

von Stefan Nadolny

Liebe Friedensfreundinnen und -freunde!

Es ist so eine Sache, wenn ich hier als Pfarrer spreche, denn natürlich kann ich hier nicht eine kirchliche Position vertreten, ich kann nicht für Kirche als ganze sprechen, dafür sind auch in der Evangelischen Kirche die Meinungen zu unterschiedlich. Also spreche ich von meinen Einschätzungen. Ich möchte nicht sagen, was richtig oder falsch ist, aber einen Beitrag zur Diskussion bringen.

Wir stehen alle gemeinsam gegen diesen Angriffskrieg von Putins Russland gegen die Ukraine, der durch nichts zu rechtfertigen ist. Es ist gut, dass da geschlossen und entschlossen Position bezogen wird gegen Krieg und Gewalt.

Mir fällt allerdings in der Diskussion stellenweise auf, dass Positionen, die die Situation differenziert betrachten, verdrängt oder verunglimpft werden, mit Worten wie „Putinversteher“. Für mich ist das ein Kandidat für das Unwort des Jahres.

Das liegt nicht daran, dass ich Putin verstehen würde. „Man muss nicht alles verstehen“ ist ein Satz, den ich mir immer wieder sage. Und was ich überhaupt nicht verstehe ist, wie man einen Krieg anzetteln kann. Mit allen diesen unglaublichen Grausamkeiten. Eine Stadt belagern, bis Menschen verhungern.

Gleichzeitig gefällt mir dieses Wort überhaupt nicht. Es legt nahe, dass es kein Verständnis gegenüber Putin geben könnte. Auch nicht partiell. Das aber finde ich problematisch.

Und zwar weil ich denke, dass nur Verhandlungen zum Frieden führen können. Und für Verhandlungen brauchen wir eine differenzierte Betrachtungsweise. Wir müssen weg vom Schwarz-Weiß-Denken. Wir brauchen die Bereitschaft, Zugeständnisse zu machen. Und eben auch ansatzweise ein Verständnis füreinander.

Man kann den Krieg und jegliche Gewalt klar ablehnen und gleichzeitig nach den Gründen fragen, die dazu geführt haben könnten. Auch nach eigenen Fehlern im Umgang mit Russland. Und ich denke nicht, dass der Fehler war, nicht rechtzeitig aufzurüsten. Sondern man hätte mehr Rücksicht darauf nehmen sollen, dass Russland einen Nato-Beitritt der Ukraine auf keinen Fall wollte. Man hätte mehr gemeinsam überlegen sollen, wie es möglich ist, dass die Ukraine bewusst ein Brückenland sein kann, neutral und mit West und Ost in guten Beziehungen. Gemeinsam mit der Ukraine und gemeinsam mit Russland. Das Tauziehen um die Ukraine war problematisch, und jetzt droht das Tau zu reißen, an der Stelle der Ukraine. Wäre es mit einer anderen Haltung möglich gewesen, diese Dynamik zu vermeiden?

Das ist natürlich nur eine Betrachtungsweise. Es soll nicht heißen, dass die Ukraine nur eine Stelle des großen Seiles, und nicht selbst Akteur. Aber natürlich ist auch die Ukraine nicht ganz einheitlich, sondern auch innerhalb der Ukraine gibt es unterschiedliche Tendenzen. Wenn man will, dass das Seil nicht zerreißt muss man aufeinander zugehen und Zugeständnisse machen.

Sicher, im Nachhinein ist man immer schlauer. Deshalb zurück in die Gegenwart. Jetzt sind wir eine Konfliktstufe weiter, und die Frage ist: Wie kommen wir da raus? Die Frage ist, denke ich, nicht: Wer ist stärker in diesem Konflikt? Denn das Kräftemessen führt nur zu unermesslichem Leiden. Wirklich Stärke zeigen wäre nur mit dem Einsatz von NATO-Truppen möglich, aber bringt die die Gefahr der atomaren Eskalation mit sich, und deshalb bin ich froh über die an dieser Stelle klare Haltung des Westen, das auszuschließen.

Wie kommen wir da raus? Nur mit Verhandlungen. Also: Welche Zugeständnisse sind möglich?

Dass der Westen geschlossen zur Ukraine steht, ist wunderbar und ein wichtiges Zeichen gegen den Krieg. Zu dieser Geschlossenheit und Entschlossenheit sollte aber auch das klare Signal gehören, dass man zu Zugeständnissen bereit ist, da es jetzt um das Ende der Kampfhandlungen gehen muss, so schnell wie möglich. Denn wenn 300.000 Menschen in Mariupol vom Hungertod bedroht sind, was wollen wir tun? Wie gesagt, ein militärisches Eingreifen wird nicht möglich sein. Aber da müssen wir jetzt sehr gut aufpassen, denn je mehr das Leiden sich steigert, desto größer wird das Gefühl von „da muss man doch was machen, das können wir doch nicht zulassen“. Machen wir uns also klar, zu welchen Zugeständnissen wir bereit sind. Wägen wir ab.

Dass der ukrainische Präsident Selensky inzwischen die Neutralität der Ukraine nicht mehr ausgeschlossen hat, ist gut. Ich persönlich denke, dass man auf die Forderung eingehen sollte, dass die Krim russisch wird und Donezk und Luhansk unabhängig. Die Stichworte Entmilitarisierung und Entnazifizierung sind wesentlich schwieriger (weil man ahnt, dass er damit eine ihm genehme Regierung meint), aber vielleicht ist ja Putin hier zu Zugeständnissen bereit, wenn man an anderer Stelle auf ihn zugeht.

Wichtig ist jedenfalls: Folgen wir nicht der Kriegslogik, die Putins Krieg uns aufzwingt! Verfallen wir nicht in Schwarz-Weiß-Denken. Erhalten wir uns eine differenzierte Betrachtungsweise.

Jesus hat bekanntlich gesagt: Liebet eure Feinde! Heute würde das sicherlich als Kitsch bezeichnet und Jesus als Putinversteher verschrien. Aber das ist alles andere als Kitsch. Kitsch ist eine zu einfache Sichtweise. Hier geht es aber um mehr Komplexität. Eure Freunde lieben, das ist normal, sagt Jesus. Es ist gut und sehr wichtig, dass wir die Ukraine unterstützen. Und gleichzeitig: Wirklich helfen wir der Ukraine nur, wenn wir erst das Gespräch und später auch die Freundschaft mit Russland wiederherstellen. Das können wir nicht allein, es kommt auch auf Putin und viele andere an, aber wir können einen Beitrag leisten. Es ist einen Versuch wert.

Weltgebetstag 4. März

Zukunftsplan: Hoffnung

Wir laden ein zum Weltgebetstag 2022 aus England, Wales und Nordirland

Freitag 4. März 16:00 in der Erlöserkirche Fasanenhof 

Weltweit blicken Menschen mit Verunsicherung und Angst in die Zukunft. Die Corona-Pandemie verschärfte Armut und Ungleichheit. Zugleich erschütterte sie das Gefühl vermeintlicher Sicherheit in den reichen Industriestaaten. 

Der Krieg in der Ukraine löst in uns Entsetzen aus. Der Frieden und die Sicherheit in Europa sind in Gefahr. Dies macht uns Angst.

Als Christ*innen jedoch glauben wir an die Rettung dieser Welt, nicht an ihren Untergang! Der Bibeltext Jeremia 29,14 des Weltgebetstags 2022 ist ganz klar: „Ich werde euer Schicksal zum Guten wenden…“

Friedensgebet in der Erlöserkirche

 Wir laden herzlich zum Friedensgebet beim FeierAbend im Februar ein: am 16. und 23. 2. Jeweils um 18.30 Uhr bis zum Läuten um 19 Uhr. 

Friedensgebet

Was denkst du, Gott, über das, was geschieht.

Da in der Ukraine. Von Russland bedroht.

Du hast Gedanken des Friedens. 

So sagt es die Bibel. (Jeremia 29,11)

Aber jetzt droht Krieg.

Und wir haben Angst.

Zu viel Bosheit und Sturheit.

Hass und Hetze.

Da wird einem schwindelig.

Wo gibt es Halt?

Wir kommen zu dir und bitten dich, Gott:

Pflanz deine Gedanken des Friedens ein

in die Köpfe der Mächtigen.

In die Herzen derer, die jetzt um Frieden verhandeln.

Gib Hoffnung und Zukunft.

Und klaren Verstand.

Damit Friede sich ausbreitet.

Dort in der Ukraine. 

Und hier bei uns.

Amen.

Bildungsangebote

Es ist doch immer interessant mal rauszukommen und etwas anderes zu sehen. Erfreulicherweise gibt es viele Angebote, und diese sind häufig auch kostenlos. Deshalb gebe ich hier mal einige Angebote weiter.

Da ist zum einen das Fortbildungsprogramm Pro Ehrenamt, das von der Stadt Kassel zusammengetragen wird und Angebote vieler Institutionen für Ehrenamtlich tätige enthält – und für Menschen, die ehrenamtlich tätig werden wollen:

Fortbildungsprogramm „Pro Ehrenamt“ | Stadt Kassel

Zum anderen gibt es das Programm der Erwachsenenbildung unserer Landeskirche:

programm_eb_2022_1_web_links.pdf (ekkw.de)

Wir wünsche viel Freude beim Durchblättern (Sie haben die Qual der Wahl) – und dann viele gute Erfahrungen!

Aktueller Gottesdienstplan

Unsere Angebote im Januar und Februar

23.1. um 11.15 Uhr        Gottesdienst mit Pfarrer Nadolny. Dieser Gottesdienst wird gestreamt. Sie können ihn in der Neuen Brüderkirche oder zu Hause am Computer miterleben. Bitte hier klicken.

30.01. um 9.45 Uhr    Gottesdienst mit Dr. Sommer in der Erlöserkirche

30.01. um 11.15 Uhr  ONLINE-Angebot mit Pfarrer Nadolny – bitte hier klicken.

06.02. um 18 Uhr Vesper-GD   mit Pfarrer Nadolny.     Dieser Gottesdienst wird gestreamt. Sie können ihn in der Neuen Brüderkirche oder zu Hause am Computer miterleben. Bitte hier klicken

13.02. um 11.00Uhr!  Gottesdienst mit Pfarrerin Barth und Pfarrer Ogedegbe. Dieser Gottesdienst wird gestreamt. Sie können ihn in der Erlöserkirche oder zu Hause am Computer miterleben.

20.02. um 11.15 Uhr Gottesdienst mit Pfarrer Nadolny in der Neuen Brüderkirche

20.02. um 18.00 Uhr Link s.u. ONLINE-Angebot mit Pfarrerin Barth

27.02. um 9.45 Uhr    Gottesdienst mit Dekanin Heinrich in der Erlöserkirche.

27.02. um 11.15 Uhr Link s.u. ONLINE-Angebot mit Pfarrer Nadolny 

Für unsere Gottesdienste gilt die 3G-Regel und Maskenpflicht. Wir bitten sie eine FFP2 Maske zu tragen.

Link für alle Online-Angebote: https://ekkw-de.zoom.us/j/3647846494?pwd=T1VBb0xDZ1B1OE9vaUduOGFKbnlwdz09

oder hier klicken.

Herzlich Willkommen in der Erlöserkirche Fasanenhof und in der Neuen Brüderkirche!